Das Haus der Nymphe: Rosalies Cave - Teil I

Ein einsames Wolfsmädchen riecht nach verwundeter Beute - aber was entdeckt sie noch?

Einsam und eins mit dem Wald; So war das Leben eines Wolfmädchens. Seit sie erwachsen war, hatte Rosalie allein in einer Höhle im Wald gelebt. Sie ruhte sich tagsüber aus und jagte nachts.

Sie vermisste ihre Eltern nicht und dachte nicht an ihre Geschwister; Wölfe zogen in Rudeln, Wolfsmädchen waren jedoch eine andere Rasse. Es wurde gesagt, dass vor Jahrhunderten ein Werwolf und eine menschliche Frau aufgetaucht waren und zwei Kinder hatten: einen Jungen und ein Mädchen. Diese beiden Kinder waren die Erbsünde; die Nachkommen der Mitglieder zweier Rassen, die sich niemals paaren sollten.

Diese beiden Kinder hatten keine menschlichen Ohren, sondern hatten stattdessen ein Wolfsohr, das aus ihren Köpfen herausragte. Und direkt über ihrem Gesäß blühte ein dicker, seidiger Schwanz. Kinder des Teufels. Geschöpfe der Sünde Viele waren verwendet worden, um diejenigen zu beschreiben, die das Mischblut eines Menschen und eines Werwolfs hatten. Sie wurden von allen Kreaturen allgemein verachtet.

Minotaurus, Elfen, Nymphen und Zwerge hatten sie alle aus ihren Territorien verbannt. Dorfbewohner und Dorfbewohner zündeten ihre Fackeln an und richteten Pfeile auf jedes Wolfsmädchen, das es wagte, näher an ihr Ackerland heranzukommen. So hatten sich Rosalie und alle anderen Kinder aus so gemischtem Blut tief in den Wald zurückgezogen, wo niemand sie stören konnte.

Sie wusste, dass sie nicht willkommen war, und sie würde gejagt werden, wenn sie dieses kleine Stück Wald im Norden hinterlassen würde, ein uralter Brutstamm, der die Gegend befehligte, und in den Südosten, die mächtige Handelsstadt, die oft als Hauptstadt bezeichnet wird Behörde. Es wäre eine Lüge zu sagen, dass Rosalie ihre Eltern nicht manchmal dafür verabscheute, sie in diese Welt gebracht zu haben. Von jedem, den sie traf, abgelehnt, hatte sie keinen Platz und war dem ausgeliefert, was sie im Wald finden konnte.

Und doch fühlte sie sich jeden Morgen, wenn sie aufwachte und zum Eingang ihrer Höhle ging, in jedem Herzschlag, als die frische Morgenluft ihre Lungen füllte. Die Vögel zwitscherten, als würden sie mit ihr sprechen, denn Vögel unterschieden nicht die Sonnenstrahlen, die durch das Dach der Blätter fielen, und der Morgentau glitzerte auf den Grashalmen und Büschen. Der erste Befehl des Tages bestand darin, sich immer ihre Haare und ihren Schwanz zu putzen.

Ihr langes, gerades Kastanienhaar war ordentlich sauber und ordentlich gehalten, als würde sie Besucher erwarten. Sie schenkte ihrem Schwanz besondere Aufmerksamkeit; Seine glänzende, goldene Farbe glänzte im Sonnenlicht, und sie leckte und kämmte es, bis alle Haare aussortiert waren und ihr Schwanz so glatt aussah wie das zarte Haar einer Adligen. Und obwohl sie seit vielen Jahren nicht mehr gestört worden war, waren ihre Sinne immer noch so scharf wie bei jedem Wolf. Ihre Ohren suchten ständig nach unvorsichtigen Geräuschen, die potentielle Beute am Morgen zu einem schläfrigen Hirsch oder einem panischen Kaninchen machten.

Ihre Hände stoppten. Ihr Schwanz lag auf ihrem Oberschenkel. Etwas im Wald hatte sich bewegt. Sie hatte so viel Zeit in diesem Wald verbracht, dass sie wusste, wo jeder Stein und jedes Blatt lag.

Nichts und niemand konnte an diesem Bereich vorbeigehen, ohne dass sie es merkte. Etwas fiel gegen einen Baum und stieß einen Kieselstein in einen winzigen Bach. Es war das leiseste Geräusch von etwas, das verzweifelt atmete. Sie runzelte die Nase.

Sie roch Blut. Ihr Magen knurrte. Sofort setzte sich Rosalie auf.

Wenn es Blut gab, bedeutete das, dass ihre Beute bereits verwundet war; und wenn es verwundet wurde, würde es die Jagd so viel einfacher machen. Kein Wolf hat je zu einer leichten Mahlzeit nein gesagt. Rosalie sprang durch den Wald auf die Quelle des Geräusches zu. Sie konnte stöhnen hören; es war ein tierisches Stöhnen. Sie wich den Bäumen aus, ohne den geringsten zu bremsen.

Sie sprang über tote Baumstämme und vermied Thronende. Sie ignorierte die Hirsche und Hasen, die sie nicht bemerkt hatten, als sie fast völlig still war. Als sie an der Schallquelle ankam, erwartete sie ein verwundetes Reh oder vielleicht einen Berglöwe oder einen Bären. Was sie dagegen sah, war ein Mensch.

Ein Mann lag mit einer Blutlache auf dem Boden. Sein Magen war aufgeschlitzt, und sie konnte sehen, wie er zum ersten Mal das Tageslicht sah. Seine Brust hob sich auf und ab und klammerte sich immer noch an das Leben. Rosalie trat näher und war bereit, diesem armen Mann einen barmherzigen Tod zu geben. Sie stoppte.

Das war kein Mensch. Sie kniff die Augen zusammen und sah, dass seine Ohren lang und scharf wie ein Elf waren. Nein, er war auch kein Elf.

Rosalie machte noch einen Schritt. "Ah", klang sie. Gemessen an den hübschen Gesichtszügen seines Krallengesichtes war dieser verwundete Mann eine Inkubus-Kreatur, die für ihre weitreichenden Fähigkeiten bekannt war, Frauen zu verführen und zu erfreuen. Sie kratzte sich am Kinn. Er hätte vor so langer Zeit an solchen schrecklichen Wunden sterben sollen, und dennoch schimmerten seine Augen mit einer störrischen Hoffnung, dass ein Wunder passieren könnte.

Er konzentrierte sich darauf, welche Magie seine Wunden übrig hatte, und versuchte, die Blutung zu verlangsamen. Wie bewundernswert, dachte Rosalie. Sie hatte sich Inkubusse immer als sanfte und schwache Jungen vorgestellt, die außerhalb des Komforts eines Schlafzimmers nicht überleben konnten, und dieser Inkubus weigerte sich verzweifelt, sich dem Tod zu stellen. "Du bist ein glücklicher Mann", sagte sie und trat neben ihn. Mit einer unheimlichen Kraft hob sie ihn hoch und trug ihn auf ihrer Schulter, um sicherzustellen, dass sein Bauch nicht ausbrach.

Dann trug sie ihn in ihre Höhle..